Feldhasen
Feldhasen und Wildkaninchen zählen zum jagdbaren Wild. Hast du einen verletztes, erwachsenes Tier gefunden, ruf bitte die örtliche Polizei an und diese informiert den zuständigen Jagdpächter.
Natürlich darfst du einem verletzten Wildtier sofort helfen-das ist sogar im Tierschutzgesetz verankert. Erstversorgung wie Sichern,Warmhalten, Stress minimieren ist immer erlaubt und sogar Pflicht, wenn ein Tier leidet.
Und NEIN, kein Jäger erschießt gleich das Tier, sondern nur wenn es erlöst werden muss!
Feldhasenbaby
Viele Jungtiere werden gut gemeint mitgenommen – obwohl sie gar keine Hilfe brauchen!
Darum ist Beobachtung das Wichtigste:
- Feldhasenmütter kommen nur ein- bis zweimal am Tag, um ihre Jungen zu säugen.
- Die Babys liegen tagsüber meist allein in einer Mulde/ Gebüsch oder auch mal unter einem Gartentisch, das ist völlig normal!
Aus sicherer Entfernung beobachten:
- Wenn das Baby auf der Seite liegt
- Augen geschlossen sind
- laut fiept
- von Fliegen umschwirrt wird
- offensichtlich verletzt ist braucht es Hilfe! Nur dann sichern!
Kontrolliere bitte unbedingt auf Fliegeneier oder Maden bevor du Wärme gibst >BILDER<
Setze es vorsichtig in einen kleinen Karton mit Handtuch oder Heu, bei Zimmertemperatur und kontaktiere sofort eine Wildtierhilfe.
💚 Wichtig:
Keine Milch, kein Futter, kein Wasser!
Die Tiere sind extrem empfindlich – jede falsche Fütterung kann tödlich sein.
Kaninchen
Wildkaninchen leben in großen Familienverbänden und graben sich unterirdische Baue, in denen sie ihre Jungen aufziehen, die nackt und blind geboren werden.
Sie sind nacht- und dämmerungsaktiv und meiden Menschen – oft bekommt man sie kaum zu Gesicht.
🌿 Wenn du ein Wildkaninchenbaby findest
Junge Wildkaninchen bleiben in ihren Bauen bis sie alt genug sind, selbstständig zu fressen.
Wenn du ein Baby außerhalb des Baus, allein im Gras oder offen auf dem Boden findest, ist meist etwas passiert (Nest zerstört, Mutter tot, Katze).
Kontrolliere bitte unbedingt auf Fliegeneier oder Maden bevor du Wärme gibst >BILDER<
👉 So hilfst du richtig:
- In eine hohe Plastikbox mit weichem Stoff oder Zewa setzen.
- 👉 Wärmflasche (36-38°) in ein Handtuch wickeln und dazulegen. Die Kleinen dürfen nicht direkt auf der Wärmequelle liegen-es droht sonst der Hitzetod!
- Wenn die Kleinen die Augen schon geöffnet haben, dürfen sie zur Überbrückung ein Stück geschälte Gurke knabbern. Bitte dunkel und ruhig stellen.
- Im Sommer sind Jungtiere oft ausgetrocknet; mit einem Wattestäbchen darf (Traubenzucker-)Wasser vorsichtig ans Mäulchen gegeben werden.
- Schnellstmöglich eine Wildtierhilfe kontaktieren
Keine Milch geben! Kaninchenbabys vertragen keine Kuh-, Katzen- oder Hundemilch.
Nicht eigenständig aufziehen! Bei Unsicherheit immer Rücksprache mit einer Wildtierhilfe halten, bevor du ein Tier anfässt oder mitnimmst.
⚠️ Kaninchenpest (Myxomatose)
Die Kaninchenpest, auch Myxomatose genannt, ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die fast immer tödlich endet.
Sie betrifft Wild- und Hauskaninchen gleichermaßen.
Typische Symptome:
- Geschwollene Augenlider, Lippen, Ohren oder Genitalien
- Eitriger Ausfluss aus Nase und Augen
- Atemnot, apathisches Verhalten, frisst oder bewegt sich kaum
- Sitzt oft sichtbar krank im Freien und zeigt keine Fluchtreaktion
💚 Was du tun solltest
Nicht anfassen! (Ansteckungsgefahr für andere Kaninchen)
Abstand halten und den Fund sofort dem örtlichen Gesundheitsamt-Veterinäramt melden.
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